Bemerkenswert

10 Tipps für gelingende Gespräche

Herzlich Willkommen im Blog über gelingende Kommunikation trotz Demenz. Wenn Sie selbst die Diagnose Demenz erhalten haben oder sonst mitbetroffen sind als Lebenspartner, als Kind oder als Person im Umfeld, sind Sie hier richtig.

Ich beschäftige mich seit über 25 Jahren mit dem Thema Sprache und Demenz. An der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (Zürich), HfH, steht mit der Sub-Site „Expertenwissen online“ ein Forum der Information im Themenkreis Demenz und Sprache für Interessierte zur Verfügung. Dieser Blog will ebenso Betroffene und Mitbetroffene, Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten und Pflegekräfte ansprechen. Unser Angebot versteht sich als Forum der Information und der Beratung im Themenkreis Demenz und Sprache. Wir wollen Betroffene, Mitbetroffenen und anderen Personen helfen im Gespräch zu bleiben.

Wenn die Diagnose Demenz gestellt wurde, ist es erst einmal ein Schock. Es braucht eine Zeit, bis Sie diese Diagnose verarbeiten oder sogar akzeptieren können. Ist der Schock überwunden, wollen wir wissen, was wir tun können. Das Aufhalten der Krankheit ist nicht möglich, Nichtstun ist aber auch keine Option. Aktivität ist wichtig. Und Kontakt.

Meine Empfehlung: Bleiben Sie im Gespräch, halten Sie Lesen und Schreiben auf einem angepassten Niveau aufrecht, suchen Sie Übungen, um das Gehirn frisch zu halten, nutzen Sie weiter Moderne Medien wie iPad oder Smart-Phone. Wenn Sie eine Frage haben steht Ihnen das Kontaktformular zur Verfügung.

Trotz vieler individueller Besonderheiten lassen sich allgemeine Tipps formulieren, wie Gespräche auch unter erschwerten Bedingungen gelingen. Die Erschwernisse können Sie zu einem Teil überwinden.

Für Sie als Demenz-Gesprächspartner möchte ich zehn universelle Tipps herausstellen:

1. Machen Sie das, was jetzt möglich ist, nicht das, was früher gut war.

2. Wenden Sie bewusst Strategien an und bleiben Sie dennoch natürlich.

3. Geben Sie den emotionalen Botschaften über Gestik, Gesichtsausdruck und Stimme mehr Gewicht als den Worten.

4. Vermeiden Sie bedrängende Fragen.

5. Beharren Sie nicht auf Korrektheit oder „Wahrheit“.

6. Sorgen Sie lieber für Kontakt und Miteinander.

7. Gehen Sie auf Gefühle ein, sprechen Sie Ihre eigenen Gefühle an.

8. Sprechen Sie weniger.

9. Nehmen Sie sich Zeit für ein Thema.

10. Intensivieren Sie Ihre Kontakte im Aussen.

Besuchen Sie eventuell die Website der HfH: http://www.hfh.ch und suchen Sie „Expertenwissen online Sprache und Demenz“. Oder Sie nehmen Kontakt auf mit dem Kontaktformular.

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